Was ist KuS?

KuS steht als Abkürzung für "Klettern und Stimmung" und entstand aus der Idee ein handlungsorientiertes, ambulantes Gruppenangebot für Menschen mit Depression an unserem Haus anzubieten.
Das Projekt wurde von Pflegekräften der psychiatrischen und psychotherapeutischen Universitätsklinik Erlangen ins Leben gerufen und richtet sich an Patienten der psychiatrischen Institutsambulanz. Dabei begleiten zwei in Klettertherapie geschulte Pflegekräfte eine Gruppe von 10-12 Patienten einmal pro Woche über einen Zeitraum von 8 Wochen in eine Boulderhalle und vermitteln über das Medium des Boulderns Fähigkeiten im Umgang mit Symptomen.
Die Therapie ist manualisiert und bietet 8 aufeinander aufbauende Module. Dadurch sollen die Patienten befähigt werden, selbstwirksames Handeln, Selbstvertrauen und positive soziale Interaktion zu erleben und in den Alltag zu integrieren.
Für die meisten Menschen ist Klettern eine angenehme, freudvolle und natürliche Art der Bewegung. Viele Menschen sind in ihren jungen Jahren mit Freude auf Bäume geklettert und können leicht an diese Erfahrung anknüpfen.

    ➤ Ablaufplan

Die Therapie wurde wissenschftlich im Rahmen einer Pilotstudie begleitet, im Mai 2017 startete die Folgestudie als Multizentrumstudie in Erlangen, München und Berlin. Genauere Informationen finden Sie unter

    ➤ Studie

Sollten Sie als Veranstalter oder Träger einer Einrichtung an Inhouseschulungen oder Workshops interessiert sein, finden Sie weitere Informationen unter

    ➤ Erfahrungsfeld Klettern GbR

Was ist Bouldern?

Der Begriff "Bouldern" leitet sich vom englischen Wort "boulder" (Fels) ab und beschreibt eine Spielart des Kletterns, in welcher ohne Seil in Absprunghöhe geklettert wird. Zum Schutz des Kletterers vor Verletzungen, z.B. bei einem unbeabsichtigten Sturz, dienen eine spezielle Fallschutzmatte (Weichbodenmatte oder ein sogenanntes "Crashpad") und ein "Spotter", d.h. eine zweite Person, die den Kletterer im Sturzfall sicher auf die Fallschutzmatte leitet.

Kurse

Aktuell bieten wir über die Psychiatrische Institutsambulanz der Universitätsklinik Erlangen dreimal jährlich einen 8 Wochen-Kurse an.Test

Die Termine der Kurse 2022/23 sind:
Kurs 1-22: 8.9. bis 27.10.2022
Kurs 1-23: voraussichtlicher Start Januar 2023 (nach Coronastand)
Kurs 2-23: voraussichtlicher Start Mai 2023 (nach Coronastand)
Kurs 3-23: voraussichtlicher Start September 2023 (nach Coronastand)

Wenn Sie bereits an einem Kurs teilgenommen haben, haben Sie die Möglichkeit an der Nachsorgegruppe teilzunehmen (Donnerstag 11.00-16.00 Uhr).
Die Termine der Nachsorgegruppe sind:
(eventuelle Änderungen werden in den Kursen bekannt gegeben)

Drittes/Viertes Quartal 2022
September: jeden Donnerstag
voraussichtlich nach Coronastand:
Oktober: jeden Donnerstag
November:​ jeden Donnerstag
Dezember: jeden Donnerstag
Erstes Quartal 2023
voraussichtlich nach Coronastand:
Januar: jeden Donnerstag
Februar: jeden Donnerstag
März: jeden Donnerstag
Zweites Quartal 2023
April: jeden Donnerstag
Mai: jeden Donnerstag
Juni: jeden Donnerstag
Drittes Quartal 2023
Juli: jeden Donnerstag
August: jeden Donnerstag, ausser 10. und 17.
September: jeden Donnerstag
Viertes Quartal 2023
Oktober: jeden Donnerstag
November:​ jeden Donnerstag
Dezember: jeden Donnerstag

Anmeldung

Um an den Kursen teilnehmen zu können, wenden Sie sich bitte an die Psychiatrische Institutsambulanz der Uniklinik Erlangen (09131 - 8534597).
Machen Sie dort einen Termin aus und lassen prüfen, ob Sie die Voraussetzungen zur Teilnahme an der Gruppe erfüllen (psychiatrische Diagnose, Anbindung an die Institutsambulanz).
Nach Klärung werden Sie von der Institutsambulanz auf unsere Warteliste gesetzt und wir melden uns bei Ihnen, sobald ein neuer Kurs mit freien Plätzen startet.
Während des Kurses müssen Sie mindestens einmal pro Quartal Kontakt zu einem Arzt der Institutsambulanz haben.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur verfügung.

Presse

Depression - Kampf gegen die Dunkelheit, BR Faszination Wissen

Bouldern hilft gegen Depressionen , BR24 Youtube

Klettern gegen Depressionen | 30.04.2014, TV Touring

Stimmen Teilnehmer

Zunächst fühlte ich mich körperlich besser und geistig aktiver und ausgeglichener. Außerdem hat mir (uns) die Teilnahme auch mein Selbstvertrauen wieder aufgerichtet. Aus eigenem Antrieb hätte ich mich nie an diese Sportart herangewagt.Ich wünsche noch vielen Betroffenen die Möglichkeit zur Teilnahme an dieser Therapie.
Horst G.
Insgesamt kann ich schon sagen, dass die Boulder-Therapie bei mir eine extreme Veränderung bewirkt hat. Ich komme jetzt wieder aus den endlosen Gedanken-Schleifen in das tatsächliche Erfahren/Handeln.
Michael B.

Interviews/Artikel

Team


Stefan Först
  • Bouldertherapeut
  • Gesundheits- und Kranken­pfleger
  • Yogalehrer

Matthias Schopper
  • Bouldertherapeut
  • Fachkranken­pfleger für Psychiatrie und Psycho­therapie

Stefan Fuchs
  • Bouldertherapeut
  • Gesundheits- und Krankenpfleger
  • Yogalehrer

PD Dr. Katharina Luttenberger
  • Diplompsychologin
  • Bouldertherapeutin
  • Studienleiterin

Studie

Über einen Zeitraum von 1,5 Jahren wurden 8 Gruppen von Patienten in einem kontrollierten Wartegruppendesign wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten und klinisch relevanten Rückgang der depressiven Symptomatik, sowie Verbesserungen in weiteren Syndromen.

Alle Ergebnisse können Sie ausführlich nachlesen unter:
   ➤ http://www.biomedcentral.com/1471-244X/15/201 (englisch)

Im Mai 2017 startete die Folgestudie als Multizentrumstudie in Erlangen, München und Berlin. Die Veröffentlichung der Ergebnisse wird für Anfang 2020 erwartet.
Genauere Informationen finden Sie    ➤ hier.

Kontakt

Sie erreichen uns unter:
Klettern und Stimmung
Stefan Först: 0176 24754808
Matthias Schopper: 0179 5434164
Stefan Fuchs: 0179 1247572
email: kontakt@kletternundstimmung.de

Wir würden uns freuen von Ihnen zu hören.

➤ Datenschutzerklärung